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Gemeindearbeit von der Pike auf erfahren

22.06.2011
Ronny Hauske ist bis Juli Pfarrer auf Zeit in Langengrassau /
Ab September übernimmt er die Pfarrstelle in Kirchhain

Der 32-jährige Ronny Hauske sammelt derzeit Erfahrung als Vertretungspfarrer in Langengrassau. Es ist der erste offizielle Praxiseinsatz für den jungen Mann. Im September wird er die Pfarrstelle in Kirchhain übernehmen. Pfarrerin Elisabeth Koopmann wechselt nach 13 Jahren in die Krankenhausseelsorge.

Pfarrer Ronny Hauske ist ab September Gemeinde-pfarrer in Kirchhain. Foto: Foto-Zahn .

 

Ronny Hauske ist Pfarrer im Entsendungsdienst. Der 32-Jährige ist damit in der Probezeit und seit dem 4. April in Langengrassau als Vertretung für Pfarrer Frank Gehrmann, der im Studienurlaub ist, tätig. „Ich hatte bisher eine schöne, aber auch anstrengende Zeit“, so Hauske. Ab September wird er die Pfarrstelle in Kirchhain übernehmen und nutzt die verbleibende Zeit, praktische Erfahrungen zu sammeln und sich im evangelischen Kirchenkreis Niederlausitz zu engagieren.


„Es ist meine erste Stelle, aber eben noch nicht mit der vollen Verantwortung.“ Die wird ihm ab 1. September als Nachfolger von Elisabeth Koopmann aber zugetraut. Die 47-jährige Theologin wird ab September im St. Josefs-Krankenhaus Potsdam als Krankenhausseelsorgerin arbeiten. In der nächsten Woche zieht sie mit Tochter Sophie nach Königs Wusterhausen, wo ihr Mann Malte Koopmann schon seit Oktober Gemeindepfarrer ist.


Ronny Hauske kann jetzt in Langengrassau in seine Arbeit hin einwachsen. Von seiner Wohnung in Finsterwalde bereitet er sich auf die Gottesdienste, Taufen und den Konfirmandenunterricht vor. In Langengrassau ist er, um Verwaltungsangelegenheiten zu regeln oder die Gottesdienste vorzunehmen. Bei denen sei er freundlich aufgenommen worden, erzählt er über seine Erlebnisse in den insgesamt 14 Gemeinden, die zum Pfarramt gehören. Freude bereite ihm der Konfirmandenunterricht der Siebent- und Achtklässler. Hauske gibt ihnen Rüstzeug für den Höhepunkt – die Konfirmation. Der war auch Elisabeth Koopmann immer ein wichtiger Zweig in der Gemeindearbeit. „Ich habe viel mit den Jugendlichen gesprochen und versucht, ihnen nicht nur den Lernstoff zu vermitteln“, sagt sie. Hier kann Ronny Hauske anknüpfen. „Als ich in dem Alter war, hatte ich mich noch nicht so intensiv mit Gott und der Kirche auseinandergesetzt“, sagt er. Erst nach der Wende habe er sich taufen lassen. Und als ein befreundeter Pfarrer wegen seines Ruhestands die Bibliothek auflöste, fiel scherzhaft der Satz: „Vielleicht braucht Ronny die Bücher.“ Hauske fragte sich ernsthaft, wohin sein Weg in Zukunft führen soll. Er verabschiedete sich vom Studienwunsch Philosophie und studierte Theologie. „Und das war genau richtig.“

 

Zum Thema:
Noch bis zum 16. Juli absolviert der Langengrassauer Pfarrer Frank Gehrmann an der Universität in Greifswald ein Studiensemester. Der evangelische Kirchenkreis Niederlausitz hat Pfarrer Ronny Hauske als Vertretung entsendet.

 

Bild zur Meldung: Ronnny Hauske