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Kirche Hindenberg

HindenbergDie Kirche wurde 1841 nach Plänen des preußischen Baurats Wilhelm Salzenberg (1803 – 1887) errichtet. Der Neubau des Gotteshauses wurde erforderlich, weil der Vorgängerbau – eine Feldsteinkirche aus dem 15. Jahrhundert – bei einem Großfeuer im Ort am 30. Mai 1834 niedergebrannt war. Beim Neubau wurden die Feldsteine der alten Kirche teilweise wiederverwendet. Als Kirchenschiff entstand ein einfacher verputzter Rechtecksaal mit spätklassizistischen Formen. Das Gebäude wird von einem flachen Satteldach bedeckt.

 

Am 24. Oktober 1841 weihte der Generalsuperintendent für die Neumark und die Niederlausitz der Evangelischen Kirche in Preußen, Karl Friedrich Brescius (1766-1842) den Sakralbau ein. Der quadratische Westturm kam im Jahr 1888 hinzu. Seine Einweihung erfolgte am 31. Oktober 1888.

 

Die größere der beiden Glocken ist ein Produkt der Firma Voß und Sohn in Hennickendorf bei Berlin.

 

Als Lichtöffnungen fungieren hohe Rundbogenfenster, drei in der Nord- und drei in der Südwand.

 

Den Innenraum der Kirche überspannt eine flache Putzdecke. Eine von Säulen getragene Hufeisenempore aus der Bauzeit prägt den überwiegenden Teil des Kirchenschiffs.

 

An der glatten Ostwand zieht zunächst die zentral plazierte Kanzel den Blick auf sich, die auf einem massiv gemauerten Pfeiler sitzt. Ihr Zugang ist mit dem Pfarrstuhl verbunden, der lediglich noch als hölzerne Umfassung existiert und wie die Kanzel aus dem 18. Jahrhundert stammen könnte. Unmittelbar vor dem Kanzelpfeiler steht die schlichte hölzerne Mensa.

 

Die Orgel dürfte zu den Einrichtungsgegenständen gehören, die aus der Zeit des Neubaus der Kirche stammen. Demnach ist sie wahrscheinlich um bzw. kurz nach 1841 entstanden und besitzt 8 Register. Sie ist jedoch nicht mehr spielbar.

 

Annegret Gehrmann (2020)

 

 

Quellen:
Georg Dehio: Handbuch der dt. Kunstdenkmäler, Brandenburg; bearbeitet von Gerhard Vinken, durchgesehen und erweitert von Barbara Rimpel; Deutscher Kunstverlag 2012
Kunstgut-Datenbank der EKBO
Hans-Joachim Beeskow: Führer durch die evangelischen Kirchen des Kirchenkreises Lübben, hrsg. vom evangelischen Kirchenkreis Lübben, Lübben 1998, S. 94.